Adipositas ist mehr als nur Übergewicht: Verstehen, was dahintersteckt

Das Wichtigste zuerst: Adipositas ist eine komplexe, chronische Krankheit.1 Sie kann durch viele Faktoren beeinflusst werden – zum Beispiel durch:

  • Genetische Veranlagung

  • Umwelteinflüsse

  • Ernährung

  • Lebensstil

  • Persönliche Lebensumstände

  • Kultureller Hintergrund

Wichtig zu wissen: Adipositas definiert nicht, wer Sie sind! Sie ist kein Zeichen von fehlender Willenskraft, sondern eine medizinische Erkrankung - mit verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.

Adipositas ist mehr als nur Übergewicht: Verstehen, was dahintersteckt

Das Wichtigste zuerst: Adipositas ist eine komplexe, chronische Krankheit.1 Sie kann durch viele Faktoren beeinflusst werden – zum Beispiel durch:

  • Genetische Veranlagung

  • Umwelteinflüsse

  • Ernährung

  • Lebensstil

  • Persönliche Lebensumstände

  • Kultureller Hintergrund

Wichtig zu wissen: Adipositas definiert nicht, wer Sie sind! Sie ist kein Zeichen von fehlender Willenskraft, sondern eine medizinische Erkrankung - mit verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.

Das sollten Sie wissen:

Adipositas ist nicht Ihre Schuld. Viele Abnehmversuche scheitern an Prozessen, die Sie nicht kontrollieren können. Zum Beispiel kann Ihr Körper mit verstärktem Hungergefühl reagieren oder mit geringerem Sättigungsgefühl. Auch Veränderungen im Stoffwechsel sind möglich. 6 Das führt oft zu Frust und dem Gefühl, in einem Teufelskreis zu stecken. 5

Durchbrechen Sie den Teufelskreis

  • Die Ursachen zu verstehen, die eine Gewichtsreduktion erschweren, ist entscheidend.

  • Holen Sie sich gezielte Unterstützung und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Möglichkeiten für Ihr Gewichtsmanagement.

  • So gewinnen Sie Kontrolle über Ihre Krankheit und können Ihren Weg zu mehr Gesundheit aktiv gestalten.1,7

JETZT DIREKT STARTEN: Ihr Schritt zum erfolgreichen Arztgespräch.

Leben Sie mit Adipositas?

BMI und Adipositas

Für die ärztliche Adipositas Diagnose werden unterschiedliche Aspekte überprüft.8

  • Der BMI (Body-Mass-Index) wird häufig verwendet, um die Krankheit einzustufen.9 Er setzt Ihr Gewicht ins Verhältnis zu Ihrer Körpergröße.

  • Das Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Dieser sogenannte BRI (Body-Roundness-Index) weist darauf hin, wie viel Bauchfett vorhanden ist.

  • Auch die Auswirkungen des überschüssigen Körpergewichts auf Ihre Gesundheit und Lebensqualität werden berücksichtigt.10

Geben Sie einfach Ihre Größe und Ihr Gewicht ein und berechnen Sie Ihren BMI. Was Ihr Wert bedeutet, können Sie anhand der vier Kategorien einordnen.

BMI Rechner*

*Der BMI Rechner ersetzt keine medizinische Diagnose.


Bedeutung des Body-Mass-Index

< 18.5

BMI weniger als 18,5 kg/m2: Untergewicht

18.5 - 24.9

BMI zwischen 18,5 und 24,9 kg/m2: Normalgewicht

25.0 - 29.9

BMI zwischen 25,0 und 29,9 kg/m2: Übergewicht

≥ 30.0

BMI 30,0 kg/m2 oder mehr: Adipositas

Der errechnete BMI dient nur als Orientierung. Er kann ein erster Hinweis sein, ob Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihr Gewicht sprechen sollten.

Gut zu wissen:

  • Die angegebenen BMI-Kategorien gelten für Menschen, die älter als 20 Jahre alt sind.8

  • Bitte beachten Sie, dass die Bedeutung der Werte auch von Ihrer kulturellen Herkunft abhängen kann.9

"Ich habe immer gedacht, dass ich selbst für mein Gewichtsmanagement verantwortlich bin. Aber es ist schwierig, ständig ein gesundes Leben zu führen. Wenn ich eine Diät mache, bin ich immer sehr hungrig. Mir war nie bewusst, dass Adipositas eine Krankheit ist. Und jetzt frage ich mich, ob dabei doch irgendetwas eine größere Rolle spielt, als ich dachte."

— Theo.*

*Jedes Zitat basiert auf Erfahrungsberichten verschiedener Menschen mit Adipositas, die aus Marktforschungsinterviews stammen. Die Namen sind anonymisiert.

Jetzt Fakten verstehen – warum ist dauerhaft Abnehmen so schwer?

Abnehmen ist die eine Sache, das Gewicht zu halten eine ganz andere.11 Menschen mit Adipositas erleben das häufig: Mit Diäten und Sport verlieren Sie zunächst Kilos, aber die kommen wieder zurück. Viele fragen sich: Warum klappt es nicht, obwohl ich alles gebe?1

Die Antwort: Es liegt nicht an Ihnen. Ihr Körper kann sich einer Gewichtsreduktion regelrecht widersetzen.7

Forscher:innen haben herausgefunden: Wenn wir über längere Zeit ein bestimmtes Gewicht haben, passt sich der Körper an. Einen Gewichtsverlust wertet er dann oft als Zeichen von Nahrungsknappheit. Dagegen wehrt er sich aktiv.

  • Der Körper beginnt Energie zu sparen. Die Folge: Der Stoffwechsel wird verlangsamt, der Kalorienverbrauch sinkt.

  • Zusätzlich reagiert der Körper oft mit hormonellen Anpassungen. Die können dazu führen, dass Ihre Mahlzeiten Sie weniger sättigen und Sie häufiger Hunger haben.7

Was bedeutet das für Sie? Auch wenn Sie zunächst erfolgreich abnehmen, können Ihre Anstrengungen mehr und mehr an Wirkung verlieren.12Es liegt also nicht an Ihnen, wenn Ihre Abnehmversuche keine dauerhaften Erfolge zeigen. Heute stehen Ihnen jedoch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Ihr Gewicht zu beeinflussen.

“Wenn ich täglich körperlich aktiv bin und mich richtig ernähre, ändert sich ganz deutlich etwas. Mein Problem ist aber, das beizubehalten. Diäten funktionieren zwar am Anfang, aber sobald sich mein Körper daran gewöhnt hat, mache ich keine Fortschritte mehr und ich fange wieder von vorne an.”

— Raquel*

*Jedes Zitat basiert auf Erfahrungsberichten verschiedener Menschen mit Adipositas, die aus Marktforschungsinterviews stammen. Die Namen sind anonymisiert.
  1. Greenway FL. Physiological adaptations to weight loss and factors favouring weight regain. Int J Obes (Lond). 2015;39(8):1188–1196. doi:10.1038/ijo.2015.59 

  2. Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development. What causes obesity & overweight? Reviewed July 28, 2021. Accessed August 5, 2024. https://www.nichd.nih.gov/health/topics/obesity/conditioninfo/cause 

  3. Horn DB, Almandoz JP, Look M. What is clinically relevant weight loss for your patients and how can it be achieved? A narrative review. Postgrad Med. 2022;134(4):359-375. doi:10.1080/00325481.2022.2051366 

  4. Albano G, Rowlands K, Baciadonna L, et al. Interpersonal difficulties in obesity: a systematic review and meta-analysis to inform a rejection sensitivity-based model. Neurosci Biobehav Rev. 2019;107:846-861.doi: 10.1016/j.neubiorev.2019.09.039 

  5. Hall KD, Kahan S. Maintenance of lost weight and long-term management of obesity. Med Clin North Am. 2018;102(1):183-197. doi:10.1016/j.mcna.2017.08.012 

  6. Ochner CN, Barrios DM, Lee CD, et al. Biological mechanisms that promote weight regain following weight loss in obese humans. Physiol Behav. 2013;120:106-113. doi:10.1016/j.physbeh.2013.07.009 

  7. MacLean PS, Bergouignan A, Cornier MA, et al. Biology's response to dieting: the impetus for weight regain. Am J Physiol Regul Integr Comp Physiol. 2011;301(3):R581–R600. doi:10.1152/ajpregu.00755.2010 

  8. National Heart, Lung, and Blood Institute. Overweight and obesity: symptoms and diagnosis. Updated March 24, 2022. Accessed August 5, 2024. 
https://www.nhlbi.nih.gov/health/overweight-and-obesity/symptoms  

  9. Busetto L, Dicker D, Frühbeck G, et al. A new framework for the diagnosis, staging and management of obesity in adults. Nat Med. Published online July 5, 2024. doi:10.1038/s41591-024-03095-3 

  10. Stephenson J, Smith CM, Kearns B, et al. The association between obesity and quality of life: a retrospective analysis of a large-scale population-based cohort study. BMC Public Health. 2021;21(1):1990. doi:10.1186/s12889-021-12009-8 

  11. Apovian CM, Aronne LJ, Bessesen DH, et al. Endocrine Society. Pharmacological management of obesity: an Endocrine Society clinical practice guideline. J Clin Endocrinol Metab. 2015;100(2):342-362. doi:10.1210/jc.2014-3415 

  12. Melby CL, Paris HL, Foright RM, et al. Attenuating the biologic drive for weight regain following weight loss: must what goes down always go back up? Nutrients. 2017;9(5):468. doi:10.3390/nu9050468