Woman with obesity, removing a slack resistance band symbolizing barriers to treatment

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Gehen Sie gut vorbereitet ins Arztgespräch

Wir möchten Sie dabei unterstützen, offen über Adipositas und Ihre bisherigen Erfahrungen zu sprechen. Fakt ist: Ärztinnen und Ärzte empfehlen Menschen mit Adipositas oft eine Veränderung des Lebensstils. Wenn Sie jedoch schon mehrfach Diäten und Bewegungsprogramme ausprobiert haben, kann es sein, dass das allein nicht ausreicht

Im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt geht es um Ihre Gesundheit und darum, wie Sie Ihr Zielgewicht erreichen können. Sagen Sie offen, was Sie interessiert, und fragen Sie nach weiteren Möglichkeiten – zum Beispiel nach Medikamenten, die ergänzend helfen können.

Der Gesprächs-Guide gibt Ihnen praktische Tipps, damit Sie Ihre Anliegen klar ansprechen und die Unterstützung erhalten, die Sie brauchen.

FAQ

Bei Adipositas handelt es sich um eine chronische Krankheit, bei der das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße sehr hoch ist. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht man ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 kg/m2 von Adipositas. Der BMI kann mit Hilfe von (kostenfreien) unseren Online-Rechnern einfach bestimmt werden:

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Wenn Sie versuchen abzunehmen, kann es zu einer sogenannten biologischen Resistenz zum Abnehmen kommen. Das bedeutet, dass Ihr Körper sich gegen eine Gewichtsabnahme wehrt, indem er weniger Kalorien verbrennt. Es kann außerdem bedeuten, dass Sie sich beim Essen hungriger und weniger satt fühlen, da Ihr Körper Hormone produziert, die dazu beitragen, dass Sie bei einer Gewichtsabnahme wieder zunehmen.

Welches konkrete Gewichtsziel sinnvoll ist, hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab (z. B. vom aktuellen BMI oder von vorliegenden Erkrankungen). Generell gilt aber: Schon eine geringe Gewichtsreduktion kann das Risiko für Folgeerkrankungen von Adipositas senken. Beispielsweise kann ein um nur 5 % reduziertes Gewicht Diabetes vorbeugen oder den Blutdruck verbessern.

Ergänzend zu Lebensstiländerungen können verschreibungspflichtige Medikamente eingesetzt werden, die Ihnen helfen ihr Zielgewicht zu erreichen und zu halten. Diese Medikamente müssen von Ärztinnen oder Ärzten verschrieben werden. Sie sind speziell für Menschen mit Adipositas oder mit Übergewicht bei Vorliegen gewichtsbedingter Begleiterkrankungen vorgesehen. Solche Medikamente können Einfluss auf den Appetit, das Sättigungsgefühl oder den Fettstoffwechsel nehmen und dabei unterstützen die komplexen Ursachen der Adipositas zu behandeln.

Bei Adipositas handelt es sich um eine chronische Krankheit. Das heißt, sie dauert über einen längeren Zeitraum an und schreitet langsam fort. Eine langfristige Dauer der Adipositas-Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Schwere der Adipositas, individuelle Gesundheitszustände oder Begleiterkrankungen und die gewählten Therapieansätze. Daher kann eine lebenslange Behandlung nötig sein, wie bei vielen anderen chronischen Krankheiten.

Unterstützung von anderen Patient:innen erhalten Sie beispielsweise in Selbsthilfegruppen. Hilfsangebote von Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe finden Sie unter anderem online.

Die gesetzlichen Krankenkassen sind bei einer Adipositas-Therapie nicht zur Kostenübernahme verpflichtet. Abhängig vom Body-Mass-Index können möglicherweise die Kosten für bestimmte Adipositas-Therapien komplett oder teilweise erstattet werden. Dies sollten Sie vorab im Gespräch mit der Krankenkasse klären.

Vor dem Start einer medikamentösen Therapie wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die möglichen Kosten mit Ihnen besprechen. Die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht verpflichtet, die Kosten der Behandlung zu übernehmen. Details hierzu sind in §34 Abs. 1 des Sozialgesetzbuch V geregelt.

Bei Patient:innen mit privater Krankenversicherung hängt die Kostenübernahme vom Versicherungsvertrag ab. Bei Fragen kann die Rücksprache mit der Krankenversicherung sinnvoll sein. Unabhängig von der Krankenversicherung besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, die Behandlungskosten bei der Steuererklärung als „Außergewöhnliche Belastung“ zu berücksichtigen. Steuerberater bzw. Finanzamt können dazu weitere Auskünfte erteilen.